9. Etappe: Kalte Herberge bis Titisee. 21 km

Unser Etappenziel kurz vor Unwettereinbruch.
Unser Etappenziel kurz vor Unwettereinbruch.

Nach hochsommerlicher Vortageshitze kam der Wetterumschwung. Der erste Blick aus dem Fenster zeigte noch einen zaghaften Sonnenaufgang. Doch noch vor dem Frühstück folgten Blitz, Donner und Wolkenbruch. Ja und? Erstmal kräftig am üppigen Frühstücksbuffet zugelangt. Dann wird man sehen.

 

Und siehe da - die Tour begann trocken, kühl und frisch. Aber ohne Regen. Wir sind ausgeruht und tatendurstig. Es geht am Lachenhäusle vorbei, anfangs immer wieder die B 500 berührend, aber nie besonders störend. Schöne, ruhige Ausblicke in sanfte Wiesentäler, Schwarzwaldhöfe im Hintergrund - so geht es Kilometer um Kilometer. Eine Etappe ohne größere optische Highlights, sieht man von den prächtigen Panoramen, die wir nun schon gewohnt sind, einmal ab. Die Höhenunterschiede halten sich in Grenzen, die Etappe gilt eher als leicht.

Unsere beiden Wanderkollegen, die mit uns in der Kalten Herberge übernachteten, haben einen strammen Schritt. Durch unterschiedliche Pausen begegnen wir uns immer wieder. Doch sie laufen die Gesamtstrecke am Stück und haben schon die ersten beiden Etappen mit ca. 50 km in einem Rutsch absolviert. Das müssen wir uns als Senioren-Genießer nicht mehr antun.

Blick von der gemütlichen Ruhebank auf  Breitnau.
Blick von der gemütlichen Ruhebank auf Breitnau.

Bevor es zur Weißtannenhöhe hinauf geht (1.190 m) lädt eine Ruhebank zum genussvollen Ausblick auf Breitnau ein. Tolle Kulisse - ähnlich wie im Allgäu. Zeit lassen, einfach genießen. Später gehts dann gemächlich abwärts. Beim Wanderheim, ca. 4,5 km vor Titisee, genießen wir noch eine heiße Suppe und ein kühles Getränk auf der sonnigen Terrasse, bevor wir den Restweg unter die  Wanderstiefel nehmen. Zunächst mit einem schönen Blick auf Hinterzarten und die beiden großen Skisprungschanzen, später mit Blick auf den neuen 9-Loch-Golfplatz vor Titisee. Dann zieht sich der Weg doch noch etwas in die Länge und mit dem Aufkommen von dunklen Wolken, Wind und Gewittergrummeln eilen wir an das Seeufer, das Manfred noch nicht kennt. Dann aber im Sauseschritt zurück, Richtung Bahnhof. Die ersten Tropfen fallen, es wird kälter und rechtzeitig vor Unwettereinbruch sitzen wir im Zug zur Rückfahrt nach Donaueschingen. Fortsetzung nach Pfingsten.

 

Das Unwetter naht. Tretboote  sind abgedeckt. Morgen ist auch wieder ein (schöner) Tag.
Das Unwetter naht. Tretboote sind abgedeckt. Morgen ist auch wieder ein (schöner) Tag.